Die denkmalgeschützte Prahm-Fähre "Brobergen"
Die Fährstelle von Brobergen liegt im Landkreis Stade im Schnittpunkt vieler Radwanderwege, zum Beispiel des Prahmweges von Bremerhaven nach Stade, der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel und einer Route der Niedersächsischen Milchstraße. Die Landkreise Cuxhaven im Norden und Rotenburg im Süden grenzen direkt an, so dass das Areal im sog. Dreiländereck liegt. Die motorisierte und denkmalgeschützte Fähre verbindet das eigentliche Dorf Brobergen, rechts der Oste, mit dem Fährkrug, der 1956 auf den Fundamenten des früheren Gutes Hollander Höfe, Höben genannt, links der Oste, erbaut wurde.
Fährzeiten 2010:
Mai und September
Mo - Fr 13:00 bis 18:00 Uhr
Sa + So 10:00 bis 18:00 Uhr
Juni bis August
Täglich 10:00 bis 18:00 Uhr
Außerdem für Gruppen nach vorheriger Anmeldung bei Fährmann Klaus Staiger unter:
04140 / 87 61 78
Aktuelle Informationen zur Fähre per automatischer Bandansage unter:
04774 / 99 11 17
Was kostet eine Überfahrt über die Oste?
1,- € für Fußgänger und Radfahrer
2,- € für Motorradfahrer
3,- € für Autos inklusive aller Insassen
Für Fährgäste vom rechten / östlichen Osteufer gibt es eine Klingel im Unterstand (direkt neben dem Roland), um den Fährmann zu informieren, dass man übersetzen möchte, falls dieser nicht sowieso schon auf der Fähre ist. Fährgäste vom linken / westlichen Ufer können sich direkt im Fährkrug melden.

Der Fährprahm "Brobergen", im Hintergrund die Gaststätte "Zum Fährkrug"
Die heutige Fähre wurde 1926 in Stade gebaut, tat dann ihren Dienst bis zum Bau der Autobrücke in Hechthausen, wurde dann in Geversdorf als Fähre genutzt und kam 1973 nach Brobergen.
Die heutige Prahmfähre kann 30 Personen bzw. 10 Tonnen befördern, ist 17,9 m lang und 5,45 m breit und dient neben der touristischen Nutzung, dem landwirtschaftlichen Verkehr.
Die historische Fährverbindung
Bereits seit 1286 besteht die Ostequerung an der Stelle der heutigen Prahmfähre. Mitglieder der Adelsfamilie "derer von Brobergen", die auch Vögte zu Stade waren und sich später bis nach Schweden verbreiteten, ließen um 1500 mehrere Brücken über die Oste bauen.
Diese Brücken wurde aber im Jahre 1628 im Laufe des Dreißigjährigen Krieges von den abrückenden Truppen Tillys zerstört. Belegt ist eine Fährverbindung seit 1838.

Fährprahm zur Zeit des ehemaligen Gutshauses "Hollander Höfen" um 1930